Beitrags-Archiv für die Kategory 'Alltag'

Wider Recht haben

Freitag, 17. August 2018 8:22

Mir fehlt die Perspektive inzwischen, mir zu erklären, warum Irren so abgelehnt wird. Es ist eine der größten Freuden. Wie wär’s denn gewesen, hätte ich eine Welt vorgefunden, wie ich sie mir mit 16 so ausgedacht und erwünscht/erträumt habe? Ich würde wohl vor Langeweile vergehen. Nun wurde es bis hierhin immer besser und besser. Ob das optimistisch ist, vermag ich gar nicht zu sagen. Das Rechthaben aber geht mir immer mehr auf die Nerven. Es ist eine so elendige Zeitverschwendung, und das dies und jenseits der Wissenschaft. Damit möchte ich nicht missverstanden werden: Es ist nicht egal, und ein Fakt ist ein Fakt. Es ist nicht beliebig, wie wir über die Welt nachdenken. Spätestens, wenn dieses Dafürhalten—diese implizite Annahme über wann was warum wahr sein soll—einen Einfluss auf einen anderen hat, dann wird die Erfahrung zum Dämpfer und die Plausibilität mal wieder zum Dampfer der Ignoranz. Es wird nicht wahr, weil ich es für plausibel halte. Allerdings: wer soll’s denn unterscheiden? Daher werde ich bei allzu euphorischer Plausibilität skeptisch. Denn um das Induktionsproblem in meinem Erfahrungsraum zu lösen, müsste ich alles was erlebbar ist auch bereits erlebt haben. So witzig das in der Theorie ja sein mag, so offenkundig sind ausgerechnet die praktischen Einschränkungen: Es gibt nie inzidentiell genug Fälle. Und sobald es sie dann gibt, haben wir wieder das Indizierungsproblem. Tiefenindizierung geht halt nur bei linear bleibender Ähnlichkeit—und die kommt bei mehr als drei Dimensionen ja kaum mehr vor. Ich kann doch nicht darauf vertrauen, zufällig das Richtige erlebt zu haben.

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Kacheln. Eine aufgeregte Beschwerde.

Donnerstag, 13. April 2017 8:57

Ich erinnere mich gut an eine Zeit, da war es verpönt, wenn man auf einer Webseite zu viel scrollen musste. Da wurden die Anzahl der Klicks gezählt, die man zu einer Information zurück legen musste. Man nannte das Usability, und dafür gab es sehr präzise angeführte Gründe, die aus der allgemeinen und Kognitionspsychologie abgeleitet waren.

Diese allgemeinen Prinzipien gibt es ganz bestimmt immer noch. Sie wurden schon damals auf die menschliche Wahnehmungs- und Verarbeitungsevolution zurück geführt. Diese Erkenntnisse haben sich nicht radikal verändert.

Inzwischen sind alle Webseiten vom Werbefuzzy über die Bahn und Bank (wo besonders schnelle und übersichtliche Information angesagt wäre) bis hin zu Nachrichten zur Kachel übergegangen. Ich muss jedesmal erstmal kilometerweit durch langweilige Stock-Bilder scrollen bis ich—wenn überhaupt—irgendwann zu einer Information gelange.

Gibt es die gute alte Usability noch? Ich wünsche mir deren höchst direktive Richtlinien zurück. Am besten ganz schnell. Die Webseiten können trotzdem gut aussehen. Auch ohne warpende Stockbilder.

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Libretto Hallensis, Expositio

Montag, 5. Mai 2014 17:35

In der wundervoll wieder aufgebauten Francke’schen Stiftung, europäisches Kulturerbe, lässt sich nach etwas institutioneller Einarbeitung ganz wundervoll arbeiten. Es gab ein ganz herzliches Willkommen und neben anderen Attraktionen die zwei Bibliotheken direkt auf dem Campus, aus denen man mich eigentlich am metaphorischen Fuß wieder heraus schleifen musste, darunter die Bibliothek der Aufklärung. Was für Schätze! Die Studenten sind indes noch etwas (zu) zurückhaltend. Diejenigen, die sich zu Wort melden, lassen ein eher tieferes Verständnis auch für komplexere Inhalte erkennen. Inwieweit dieser sehr erfreuliche Eindruck generalisierbar ist, weiß ich noch nicht. Aber hoffen kann man ja mal. Die Oper ist auch von innen schön, bei echt guter Akustik. Das war beim Doppelgänger-Festival schon erkennbar. Wenngleich die mailänder Marionetten dann doch selbst aus der achten Reihen etwas zu klein für den großen Veranstaltungsort waren. Ich freue mich aber, die eine oder andere Opera Seria des Meisters genießen zu dürfen. Allein das hätte ja schon alles gerechtfertigt. Alles in allem also ein ganz großartiger Auftakt in Halle. Wollen mal sehen, was das Libretto diesmal noch für mich bereit hält.

Thema: Alltag, Hochschullehre, Regionales, Wissenschaft | Kommentare (0) | Autor:

Brücke zu einer neuen Welt

Montag, 24. Februar 2014 17:56

Irgendwo zwischen Kaffee und Wald, zwischen etwas Altem und dem Unbekannten, fand ich eine Brücke zu einer neuen Welt.

Brücke zu einer neuen Welt

Ganz wörtlich und gar nicht so metaphorisch, wie’s erstmal klingt.

Thema: Alltag, Staunen und Zweifeln | Kommentare (0) | Autor:

ParaDocks Jubiläum

Dienstag, 22. Januar 2013 17:34

Da ist es tatsächlich schon. Unser 15-jähriges Jubiläum. Ich finde, wir haben in den fünzehn Jahren ein recht veritables Unternehmen entstehen lassen. Und das praktisch ganz aus eigener Kraft.

Das kann man doch mal feiern.

Thema: Alltag, Bild und Kunst, Freunde, Feiern, Lachen, Musik, Schattenreigen, Staunen und Zweifeln, Technik, Wissenschaft | Kommentare (0) | Autor:

Frühstück und Dann

Mittwoch, 8. August 2012 10:37

Einer beim Frühstücken.

Noch einer bald danach.

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Vogelhaus mit Apfel

Montag, 13. Februar 2012 18:33

Es ist nicht viel, aber Klotzi wurde alt hier. Also gibt’s dieses kleine Stillleben.

Eine der Futterstellen für die Vögel mit noch intaktem Apfel. Keine Allegorie. Einfach nur Winter.

Thema: Alltag | Kommentare (0) | Autor: