{"id":146,"date":"2006-12-10T14:54:10","date_gmt":"2006-12-10T12:54:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/?p=146"},"modified":"2006-12-10T14:54:10","modified_gmt":"2006-12-10T12:54:10","slug":"parallelwelten-exkurs-festungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/archive\/146","title":{"rendered":"Parallelwelten, Exkurs Festungen"},"content":{"rendered":"\t<p>Stein f&#252;r Stein, oder: Stein auf Stein. So, wie die Barden es sangen, wie man ihnen sp&#228;ter sogar einen Film kredenzte. Im Kinderlied h&#246;rte sich das weniger &#8220;schw&#228;bisch&#8221; und&#160;dar&#252;ber hinaus auch positiver an.&#160;Leider ist an&#160;erstem&#160;was dran. Eine liebe Freundin hat einmal gesagt, dass das Herz vernarbt. Ich setze mich mit der Frage auseinander, ob dieser Umstand ein notwendiges Risiko im Umgang mit den sich <img src=\"\/pic\/buch.gif\" alt=\"Link\" width=\"14\"> <a title=\"Parallelwelten II\" href=\"http:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/?p=142\">zueinander bewegenden T&#252;ren<\/a> ist. &#8220;Gebrannter Ton wird rasch vom Staub befreit und Finger gleiten &#252;ber alte Kerben&#8221; (Daniel Umber, 2005: <em>Daneben<\/em>).<!--more--><\/p>\n\n\t<p>Mauern und Steine haben so viele Farben. Sie leuchten, geben gar gelegentlich Nahrung und sch&#252;ren tats&#228;chlich Kreatives auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Gleichzeitig sind sie wie R&#252;stung. Mir ist nicht klar, ob wegen der Narben oder um weitere zu vermeiden. Ganz f&#252;r mich allein scheinen sie&#160;mir zugleich R&#252;ckzugsorte und Gelegenheiten zum Spiegeln der immer breiter werdenden Skala. Ob nun die Arbeit im Refugium oder Erleben die Verst&#228;rkung verursacht, ist unklar. Kann vielleicht auch gar nicht gekl&#228;rt werden. Die Option bleibt immer tr&#246;stlich, w&#228;hrend sie aus sich selbst nat&#252;rlich Unheilvolles oder zumindest Abger&#252;cktes hervorbringen soll. Wohl ein wenig von beidem. Eine Mitte ist keineswegs golden.&#160;Entlang dessen&#160;ist der durchgesetzte Streich einer in Rage geratenen Sadistin kaum von etwas &#220;berlegtem gef&#252;hrt&#8212;f&#252;hrt aber zu inspirierten Gedanken und vielleicht zu &#220;berlegung, wenn schon nicht zu &#220;berlegenheit. Alles in allem etwas, das die <img src=\"\/pic\/buch.gif\" alt=\"Link\" width=\"14\">&#160;<a title=\"Parallelwelten, Inkurs Hingabe\" href=\"http:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/?p=138\">Hingabe<\/a>&#160;zu H&#246;henfl&#252;gen&#160;kann,&#8212;sollte man sich darauf einlassen. Das&#160;mit lautem Nachdruck vorausgesetzt.<\/p>\n\n\t<p>&#160;<br \/>\n<div style=\"text-align: center\"><img id=\"image149\" height=\"350\" alt=\"Augensicht\" src=\"http:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-content\/uploads\/2006\/12\/augensicht.jpg\" \/><\/div><br \/>\n&#160;<\/p>\n\n\t<p>Suchen gestaltet sich im Gegensatz zum Zwischennetz nicht allzu einfach. Zumindest ist es zeitaufw&#228;ndig, wenn man den &#252;blichen (f&#252;r mich <strike>unaushaltbaren<\/strike> langweiligen) Karneval rund ums Thema nicht mag. Parallel zur Suche ist hinter Vorh&#228;ngen die Festung entstanden. Darin lassen sich praktisch&#160;im Zeitraffer wundervolle Entscheidungen festhalten. Lauter vieldimensionale Bewegungen. Die Idee der Festung war, dass jederzeit alles m&#246;glich sein soll. Dem Ausdruck soll keine Beschr&#228;nkung mehr auferlegt sein. Allein die Beschr&#228;nkung durch eine <em>Auswahl <\/em>von Ideen bleibt. Alles andere kann darin flie&#223;en und die T&#252;ren nachahmen, die sich zueinander bewegen, oder ihre Bewegungen vorsichtig vorausahnen, was man irgendwie auch als Prognosen verstehen kann. Wenngleich diese mehr vom entstehenden Werk als vom handwerkenden Menschen getroffen werden. Soviel Bescheidenheit sei gefordert. Tats&#228;chlich sind daraus&#160;ein paar sehr spannende Prognosen entstanden. Ohne zu z&#228;hlen w&#252;rde ich vermuten, dass ungef&#228;hr die H&#228;lfte davon eintritt. Davon die meisten mit deutlicher Verz&#246;gerung, einige sofort. Einem System folgt all das nicht. Blankes, verlockendes Chaos. F&#252;r mein Verst&#228;ndnis ist die Vorstellung, all das h&#228;tte einen rein kompensatorischen Charakter, viel zu langweilig und schon allein deshalb nicht zutreffend, weil die Festung durchaus aufgesucht wird, um zu verursachen und wesentlich seltener als Mittel zur&#160;Reaktion auf Erlebtes. Aber das ist nat&#252;rlich nur ein pers&#246;nlicher Eindruck, wie so vieles.<\/p>\n\n\t<p>Derartige Festungen sind offenbar nicht selten. Sie dienen jedoch&#160;weniger oft&#160;einem Prozess, sondern h&#228;ufiger einem Status; oder gehen aus einem solchen hervor. Der, so muss ich zugeben, durchaus auch irgendwie in Sicherheit wiegen kann. Bei mir h&#228;lt (hilft) so etwas&#160;nicht lange. Au&#223;erdem kann ich reinen Status vor allem bei mir selten l&#228;nger als eine halbe Stunde lang ernst nehmen. Mir scheint es gerade, als sei dieser Aspekt weitgehend aufgedeckt und&#160;bedarf wenig weiterer Kl&#228;rung. Der Rest verh&#228;lt sich eben individuell. Sagen wir einfach: Das ist im Prinzip auch das Gute daran, auch wenn st&#228;rker (aggressiv)&#160;gef&#246;rderte Formen mich abschrecken oder noch &#246;fter zum Schmunzeln bringen. Weil sie wie Schreckgespenste aussehen k&#246;nnen.<\/p>\n\n\t<p>Die Festungen&#160;helfen bei so ziemlich allem.&#160;Mit&#160;gro&#223;er Sicherheit&#160;sogar bei der Suche in den Paralellwelten. Und sie k&#246;nnen nat&#252;rlich eingenommen\/gest&#252;rmt werden, wie alle Festungen&#8212;wenn es jemand darauf anlegt.<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\t<p>Stein f&#252;r Stein, oder: Stein auf Stein. So, wie die Barden es sangen, wie man ihnen sp&#228;ter sogar einen Film kredenzte. Im Kinderlied h&#246;rte sich das weniger schw&#228;bisch und auch positiver an. Leider ist was dran. Eine liebe Freundin hat einmal gesagt, dass das Herz vernarbt. Ich setze mich mit der Frage auseinander, ob dieser Umstand ein notwendiges Risiko im Umgang mit den sich zueinander bewegenden T&#252;ren ist. &#8220;Gebrannter Ton wird rasch vom Staub befreit und Finger gleiten &#252;ber alte Kerben&#8221; (Daniel Umber, 2005: Daneben).<\/p>\n ","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[2],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/146"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=146"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/146\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=146"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=146"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=146"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}