{"id":1534,"date":"2010-06-09T14:54:05","date_gmt":"2010-06-09T12:54:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/?p=1534"},"modified":"2010-06-09T16:27:35","modified_gmt":"2010-06-09T14:27:35","slug":"zug-der-kurzfristen-hoffnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/archive\/1534","title":{"rendered":"Zug der kurzfristen Hoffnung"},"content":{"rendered":"\t<p>Unten am B&#252;ro zog eine Demonstration vorbei. Lautstark immerhin und mit Ideen sogar. Es waren vielleicht ein paar hundert junge Menschen mit einer mehr als guten Idee. Wesentlich weniger als wir &#8220;damals&#8221; 1997. Aber mit nicht weniger Hoffnung in den Augen.<br \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1535\" title=\"Bildungsdemonstration in der Rempartstra&#223;e\" src=\"http:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/2010-06-09demobildungunderziehungrempartsrasse.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"274\" srcset=\"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/2010-06-09demobildungunderziehungrempartsrasse.jpg 350w, https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/2010-06-09demobildungunderziehungrempartsrasse-300x234.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/p><br \/>\nSeither hat sich ja schon viel getan. Leider so gut wie gar nichts in Richtung der von uns damals und nun von dieser neuen Generation immer wieder zu Recht geforderten Liste an Grundbed&#252;rfnisse. Es sind Grundbed&#252;rfnisse einer Gesellschaft, nicht nur von Individuen. Und wir hatten uns noch eingebildet, dass man die Studiengeb&#252;hren stoppen k&#246;nne. Das jemand zuh&#246;rt und versteht. Als die Zyniker, die wir wohl daraufhin geworden sind, w&#252;rden wir wohl heute sagen: Ach, zugeh&#246;rt haben sie. Verstanden haben sie auch. Und dann haben sie&#8212;Bulldozergleich&#8212;implementiert. Meine Studierenden fahren in der Regel zwei bis dreimal in den Urlaub. Die anderen haben wir nicht mehr da. Sch&#246;n, dass sich das Bild so ges&#228;ubert hat.<\/p>\n\n\t<p>Eingefordert werden die stets gleichen Ideen von ein paar wenigen Individuen, die insbesondere deshalb noch auffallen, weil sie zu den wenigen geh&#246;ren, die noch etwas Eigensinniges bewahrt haben m&#246;gen. Die Forderungen sind, vor allem in einer Demokratie, mehr als berechtigt. Aufgrund der Schwere wirkt der Zug sehr bunt. Das hat mit der Hoffnung zu tun, und mit den Menschen, die diese Angelegenheiten noch an eine &#214;ffentlichkeit tragen, die schon uns seinerzeit nicht mal auch nur kurz zugeh&#246;rt hatten.<\/p>\n\n\t<p><em>Ein dummer Souver&#228;n ist sehr gef&#228;hrlich.<\/em><\/p>\n\n\t<p>Ganz abgesehen vom Grundwert, und will man ihn inzwischen auch vielerorts nur noch zur Ware degradieren. Selbst dann lohnt sich die hoch erscheinende Ivenstition. Vermutlich hierzulande mehr als alles andere. Die Renditen sollten stabil und unglaublich hoch sein. Die Demonstranten waren wohl Studierende. Und damit geh&#246;rten sie vermutlich (wenigstens statistisch) den Schichten gar nicht mehr an, f&#252;r die sie hier etwas fordern. Aber sie haben verstanden, dass sie auch f&#252;r sich etwas fordern. Indirekt und im Hinblick auf eine langfristiger Perspektive. Die kurzfristigen sind ja ohnehin weitestgehend verspielt worden. Dispositionsf&#228;higkeit nannte man das fr&#252;her. Das an sich galt mal als Schl&#252;sselqualifikation. Anbei danke ich den vorbeiziehenden Menschen f&#252;r die Ausnahme: Das war eine willkommene St&#246;rung.<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\t<p>Unten am B&#252;ro zog eine Demonstration vorbei. Lautstark immerhin und mit Ideen sogar. Es waren vielleicht ein paar hundert junge Menschen mit einer mehr als guten Idee. Wesentlich weniger als wir &#8220;damals&#8221; 1997. Aber mit nicht weniger Hoffnung in den Augen. Seither hat sich ja schon viel getan. 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