{"id":1813,"date":"2011-07-26T17:22:41","date_gmt":"2011-07-26T15:22:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/?p=1813"},"modified":"2011-07-26T17:22:41","modified_gmt":"2011-07-26T15:22:41","slug":"erfolg-ruckmelden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/archive\/1813","title":{"rendered":"Erfolg R\u00fcckmelden"},"content":{"rendered":"\t<p>Semesterenden sind allenthalben anstrengende in vielfacher Hinsicht auch vielf&#228;ltige Zeiten (sic!). Pr&#252;fungszeiten sind anspruchsvoll, f&#252;r beide Seiten. Alle sind froh, wenn sie dann doch rum sind, wenn alles irgendwie glimpflich ging. Man bangt (bitte auf Deutsch aussprechen), und es ist bitter, wenn&#8217;s dann doch mal nicht klappt. Das ist wirklich schade. Dazwischen liegen Perlen, eingeschoben in den Takt des b&#252;rokratischen Walzers. 10.00-10.30&#8212;10.30 &#8211; 11.00 und so weiter und so fort. Man will dann manchmal aufspringen, h&#252;pfen, mit den F&#252;&#223;en laut auf den Boden stampfen, schreien &#8220;ja, ja, ja, ja, genau so.&#8221; Die Redezeit f&#252;r die R&#252;ckmeldung des Gl&#252;cks sind begrenzt und die im Kontext angemessene Dauer f&#252;r den Transport solch gewaltiger Begeisterung wenig angemessen f&#252;r den Inhalt. Wir haben keine sch&#246;nen Rituale des Gl&#252;cks. Liebe Kommunikationstheoretiker, ich sende eine Du-Botschaft: Mit Rezepten f&#252;r die R&#252;ckmeldung wenig gl&#252;cklicher Ausg&#228;nge habt Ihr uns ja massiv ausgestattet (Sandwitch-Technik usw.). Ich will von Euch jetzt eine &#228;hnliche Antwort f&#252;r die R&#252;ckmeldung des Erfolgs. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Sachlich gesehen kann ich das. Da muss ich einfach nur daf&#252;r sorgen, dass Wissen und Erwartungen, Verstehen und Kriterien, kognitiv zusammengew&#252;rfelt werden k&#246;nnen. Das kann ich. &#8220;Gut gemacht&#8221; klingt viel zu v&#228;terlich. So als m&#252;sste ich vielleicht in 15 Jahren nochmal dr&#252;ber nachdenken das zu verwenden. Schreien, tanzen und h&#252;pfen ist wohl andererseits auch nicht angemessen. Ich brauch&#8217; von Euch einen Kanal, sowas auszudr&#252;cken. Allein auf den positiven Eigenschaften eines Werks rumzureiten macht die Empf&#228;nger der Botschaft nach Punkt 5 der 40-stufigen R&#252;ckmeldung verlegen und sie wollen &#228;hnlich bedr&#252;ckt den Raum verlassen als w&#228;ren sie gerade gescholten worden. Zu wenig bringt&#8217;s nicht r&#252;ber, zu viel macht unglaubw&#252;rdig. Warum eigentlich? Das scheint etwas Kulturelles zu sein? Ja? Nein? Blo&#223; nicht zu positiv? Da sitzen sie dann und warten auf die rhetorische Wende, da das an sich Positive ja blo&#223; dazu herangezogen werden k&#246;nne, etwas entsprechend Negatives mit einem angenehmen R&#252;ck-Gewicht zu versehen. Und so warten sie auf den bitteren Ausgleich. Wenn der nicht kommt, dann muss die Interpretation des Grundes f&#252;r die Sprachhandlung sich andere Wege suchen. Die sind dann aber auch nicht unbedingt viel attraktiver in ihrer Auslegung&#8212;zu wenig sachbezogen. Ich lass mich dann trotzdem dazu hinrei&#223;en, Positivem mit Eindeutigkeit zu begegnen. Am Ende auch, weil das f&#252;r mich selbst ziemlich bereichernd ist, und weil ich ja sogar dankbar bin, bei einem St&#252;ck virtuoser F&#228;higkeits- und Wissensdemonstration anwesend zu sein. Aber eine etwas bessere Idee, wie das ginge, w&#252;rde ich dankend in Empfang nehmen.<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\t<p>Semesterenden sind allenthalben anstrengende in vielfacher Hinsicht auch vielf&#228;ltige Zeiten (sic!). Pr&#252;fungszeiten sind anspruchsvoll, f&#252;r beide Seiten. Alle sind froh, wenn sie dann doch rum sind, wenn alles irgendwie glimpflich ging. 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