{"id":1889,"date":"2012-02-15T19:09:37","date_gmt":"2012-02-15T18:09:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/?p=1889"},"modified":"2012-02-15T19:09:37","modified_gmt":"2012-02-15T18:09:37","slug":"das-prinzip-des-nicht-gewussten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/archive\/1889","title":{"rendered":"Das Prinzip des Nicht-Gewussten"},"content":{"rendered":"\t<p>Inmitten der Re-analysen, Strukturfunktionen, Deiktika bisweilen, aufgeschl&#252;sselt in temporale, lokale, weitergef&#252;hrt. Sitze, schreibe, Stromflusseinw&#228;rts, nicht selten Flow. Flow muss gut sein, so stellt man sich vor, wenn man gerade nicht drin steckt. V&#246;llig st&#246;rungs- und ablenkungsfreies Aufgehen in einer T&#228;tigkeit. Flow ist h&#228;ufig da, ich brauch das, werd&#8217; noch s&#252;chtig am Ende. Flow ist ein Vampir. Vermutlich fast so ein brutaler, wie die Prokrastination. Up and down. Up and up. Down and&#8230; wenigtens das sparen wir uns lieber mal. Vergleichweise unvergleichbar. Sehe immer mehr Schw&#228;chen. Der Assoziationsapparat entfaltet seine menschenm&#246;gliche Gewalt &#252;ber all das Nicht-Gewusste.<\/p>\n\n\t<p>Das <em>Prinzip des Nicht-Gewussten<\/em> ist einfach. Ein Narr, Verzeihung, ein Trottel, wer den Spruch &#8220;ich wei&#223;, dass ich nichts wei&#223;&#8221; f&#252;r einen Ausspruch der Bescheidenheit h&#228;lt (ein <em>Ausdruck<\/em> ist er ohnehin allemal nicht).<\/p>\n\n\t<p><a href=\"http:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/we-00.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1890\" title=\"Nichts wissen, Teil 1\" src=\"http:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/we-00.png\" alt=\"\" width=\"124\" height=\"58\" \/><\/a><\/p>\n\n\t<p>Wei&#223; ich nichts. Wei&#223; ich alles. Denn das, was ich potentiell wissen k&#246;nnte ist gering.<\/p>\n\n\t<p><a href=\"http:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/we-01.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1891\" title=\"Nichts wissen, Teil 2\" src=\"http:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/we-01.png\" alt=\"\" width=\"226\" height=\"194\" \/><\/a><\/p>\n\n\t<p>Wei&#223; ich etwas mehr, entf&#228;chert sich wie eine Aktivierung ohne m&#246;gliche Ausbreitung, all das Neue, das nicht bekannt ist. Es ist wie in einem Raum zu sitzen. Wenn das alles ist, was ich je gesehen habe, dann kenne ich die ganze Welt. Sobald ich den Garten betrete, erkenne ich, dass es Dinge gibt, die ich bisher nicht gesehen habe. Oder erst den Weg neben dem Haus? Die Stadt? Das Wohnzimmer des Nachbarn? Einen Rave? Ein Concerto Grosso? Ein Kammerst&#252;ck, halb versteckt und daf&#252;r mit hoch musikalisch vorgebildetem Publikum, die den Auff&#252;hrenden einen technischen nicht aber einen Verst&#228;ndnispatzer verzeihen? Das n&#228;chte Tool, um mein Leben noch effizienter zu gestalten?<\/p>\n\n\t<p><a href=\"http:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/we-02.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1892\" title=\"Nichts wissen, Teil 3\" src=\"http:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/we-02-300x225.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/we-02-300x225.png 300w, https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/we-02.png 364w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n\n\t<p>Wei&#223; ich etwas mehr, steigt die Zahl der Dinge, die ich bewusst noch nicht wissen kann um weitere Knoten.<\/p>\n\n\t<p>Und sobald ich einen davon aufdecke, ergeben sich f&#252;nf oder zehn oder zwanzig neue, von denen ich widerum nichts wei&#223;. Ich werde nicht auf <em>eine<\/em> Art und Weise gl&#252;cklich. Vermutlich auf hunderte. Es macht keinen Sinn, einer Weise davon ideell den Vorzug zu geben.<\/p>\n\n\t<p><a href=\"http:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/we-03.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1893\" title=\"Nichts wissen, Teil 4\" src=\"http:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/we-03-300x215.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"215\" srcset=\"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/we-03-300x215.png 300w, https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/we-03.png 478w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n\n\t<p>Es sei denn, das entspannt mein Leben. Das geschieht aber nur so lange, wie diese Weise mich gl&#252;cklich macht. Warum bin ich also ein gl&#252;cklicher Mensch? Weil ich offen geblieben bin? Oder trotz der Offenheit? Kann mir keiner sagen. Ich mir schon gleich dreimal nicht. Dreimal. Das klingt wenig. Die alte Schachmetapher mit den Samenk&#246;rnern, den Feldern und dem K&#246;nig. Die Parabel.<\/p>\n\n\t<p><a href=\"http:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/we-04.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1894\" title=\"Nichts wissen, Teil 5\" src=\"http:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/we-04-300x284.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"284\" srcset=\"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/we-04-300x284.png 300w, https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/we-04.png 477w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n\n\t<p>Wie winzig ist doch all das Exponentielle:<\/p>\n\n\t<p>Die Welt r&#252;ckt nicht n&#228;her zusammen. Sie r&#252;ckt, wie das Universum auch, auseinander. Weil mehr zug&#228;nglich wird. Die Anzahl gleichzeitig verarbeitbarer Ereignisse muss exponentiell wachsen, wenn die Inputkan&#228;le linear mehr Material liefern. Welche Evolution kann da mithalten? Ein ganz normaler Siebtkl&#228;ssler muss heute mal eben zwischen der Deutsch- und Geschichtsstunde etwas verstehen, wof&#252;r man vor 100 Jahren noch den Nobelpreis erhielt.<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\t<p>Inmitten der Re-analysen, Strukturfunktionen, Deiktika bisweilen, aufgeschl&#252;sselt in temporale, lokale, weitergef&#252;hrt. Sitze, schreibe, Stromflusseinw&#228;rts, nicht selten Flow. Flow muss gut sein, so stellt man sich vor, wenn man gerade nicht drin steckt. V&#246;llig st&#246;rungs- und ablenkungsfreies Aufgehen in einer T&#228;tigkeit. Flow ist h&#228;ufig da, ich brauch das, werd&#8217; noch s&#252;chtig am Ende. 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