{"id":1903,"date":"2012-05-01T09:52:34","date_gmt":"2012-05-01T07:52:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/?p=1903"},"modified":"2012-05-01T09:55:14","modified_gmt":"2012-05-01T07:55:14","slug":"polygonbrechung-des-gewahlten-unglucks","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/archive\/1903","title":{"rendered":"Polygonbrechung des gew\u00e4hlten Ungl\u00fccks"},"content":{"rendered":"\t<p>Durch Polygonbrechung aufgeladene Projektionen leuchten mit vielf&#228;ltiger Gewalt auf den Pfad, den man zu finden hofft. Denkt und verspricht, bricht und verkennt. Richtungsb&#252;ndel neu geschn&#252;rt und frisch verpackt. Ausziehen, das F&#252;rchten zu lernen. Einziehen, das F&#252;rchten zu verlernen. Direkt empfundene, unmittelbare Brutalit&#228;t ist der Ausgang f&#252;r die Zersetzung der Tr&#228;ume, die im Graugemisch ferner und gleichsam unrealistischer werden. Tr&#228;umer sind zu bedauern, weil sie sich dem Kompromiss nicht ergeben haben. All die Relativisten sind zu bedauern, weil sie keine Tr&#228;ume mehr haben k&#246;nnen. Und Ideologen, nunja, die haben den Traum eines anderen, der diesen in ein transportables Ideengeflecht gewoben hat, damit er sich selbst dem Risiko nicht mehr hingeben muss, ihn selbst zu tr&#228;umen. Da ist man versucht, das Mitleid wieder heraus zu kramen im R&#252;ckgriff auf die gebrechlichen Herren Philosophen (Big K., Schopi, usw). Das Muster schon hundertmal gesehen und das Ungl&#252;ck, das selbst geh&#228;kelte unter dem Schein zu matter und zu greller Gl&#252;hbirnen. Viele Birnen sind n&#246;tig. Genau hinsehen und einen Fehler zu erkennen, der in seiner fehlenden Kontinuit&#228;t selbst ein Fehler des Kontinuierlichen sein k&#246;nnte, ist selbst ein Fehler. Weil man es ja nicht wei&#223;. Weil ja nichts sicher ist. Weil sich nichts ergibt. Auf diesem Weg ergibt es sich leicht, den Dingen ihren Lauf zu geben, die einen bewegen auf dass die geringere Bewegung den Traum vom durchbrochenen Stillstand wieder bringe. Denn nichts ist konstanter als der unerf&#252;llte Traum. Somit wird der Polygonbrechung als komplexe Prismenspiegelung mit dem Erlebten in den Prozessen des Seins verkanteter Erwartungen eine w&#228;gende Unberechenbarkeit zuteil. Auf die Gefahr eines Gl&#252;cks, nahe am Schmerz, mitten im Wahnsinn, ist es leichter schmerzlos ohne Gl&#252;ck zu sein. Als erforderte Gl&#252;ck das Leiden&#8212;wenngleich ich die kulturellen Kontexte dieses Ausdrucks nat&#252;rlich einordnen kann. So bleibt blanker Zufall f&#252;r die Stabilisierung der Unruhe. Leben ist jedoch Unruhe, Chaos, wild, ungest&#252;m, klangvoll. Lebendig. Da ist es eigentlich einfach, eine Tautologie, die Sorge stets dem gew&#228;hlten Quasi-Tod vorzuziehen.<\/p>\n\n\t<p>Und wer&#8217;s nie gekonnt, der stehle weinend sich aus diesem Bund.<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\t<p>Durch Polygonbrechung aufgeladene Projektionen leuchten mit vielf&#228;ltiger Gewalt auf den Pfad, den man zu finden hofft. Denkt und verspricht, bricht und verkennt. Richtungsb&#252;ndel neu geschn&#252;rt und frisch verpackt. Ausziehen, das F&#252;rchten zu lernen. Einziehen, das F&#252;rchten zu verlernen. Direkt empfundene, unmittelbare Brutalit&#228;t ist der Ausgang f&#252;r die Zersetzung der Tr&#228;ume, die im Graugemisch ferner und [&hellip;]<\/p>\n ","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[2],"tags":[398,84,394,396,393,399,395,361,144,85,397],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1903"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1903"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1903\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1906,"href":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1903\/revisions\/1906"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1903"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1903"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1903"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}