{"id":1986,"date":"2013-05-27T17:57:07","date_gmt":"2013-05-27T15:57:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/?p=1986"},"modified":"2013-05-27T17:57:23","modified_gmt":"2013-05-27T15:57:23","slug":"fetzen-des-unwissens-oh-gottliche-dummheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/archive\/1986","title":{"rendered":"Fetzen des Unwissens &#8211; oh, g\u00f6ttliche Dummheit"},"content":{"rendered":"\t<p>Die Gewinde bilden schr&#228;ge Lebendigkeiten zwischen der inzwischen nur noch kleckernd eintreffenden Erkenntnis des beschriebenen Ungleichgewichts. Darin fliegen die Fetzen des Unwissens links und rechts, hin- und her und erkl&#228;ren sich selbst ex post facto f&#252;r unzurechnungsf&#228;hig. Bisweilen bleibt von alldem noch eine Spur, die einfach nicht mehr kleiner werden wollte; quasi-unteilbar. Wenn das dann klar ist, dann w&#228;chst auch im gr&#246;&#223;ten Optimisten die Erkenntnis, dass nichts mehr bewegt werden kann. Bleibt uns nur noch die Reise der Reisen &#252;brig, etwas also, das zwischen den Ereignissen des Mutes vermittelt. Ob das in sich etwas Vers&#246;hnliches tr&#228;gt, ist mir noch bei weitem nicht klar. Ich kann allenthalben den Wunsch nachzukommen verstehen, wobei ich diesem Wunsch nicht mehr immer die gleiche Reichweite zutraue. Habe ich doch ganz unterschiedliche Beweggr&#252;nde auf meinen Reisen getroffen, solch einen Wunsch zu haben. Sei es aus der Verlegenheit sich gar nicht erst auf eine Reise zu begeben. Sei es aus Verlustangst, zur Abwehr, weil sonst das etwas Kostbares verloren ginge. Oder als K&#246;nigsdiziplin: Weil aller Verlust l&#228;ngst eingesetzt hat. Obschon es traurig ist, sich so zu verlieren auf dass man sich ungeachtet auf einen bereits existierenden Kotzhaufen ausspucken l&#228;sst. Am besten noch tempor&#228;r unbemerkt neben einem jahrhunderte alten Schatz voller unb&#228;ndiger Kostbarkeiten. Dummheit bleibt Dummheit, gerade wenn sie einem im Anflug von Kleinigkeitswahn blo&#223; zeitweise empfindsamkeitsmindernd zur Seite steht.<\/p>\n\n\t<p><a href=\"http:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/doppelfenster_gross.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1987\" alt=\"Doppel-Doppelfenster\" src=\"http:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/doppelfenster_gross-300x156.jpg\" width=\"300\" height=\"156\" srcset=\"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/doppelfenster_gross-300x156.jpg 300w, https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/doppelfenster_gross-1024x535.jpg 1024w, https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/doppelfenster_gross.jpg 1254w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n\n\t<p>Inmitten von all dem Wahnsinn sitzt einem dann ja dann doch wieder die Welt gegen&#252;ber und lacht einen aus tiefen Augen an. Vermutlich schuldet sie mir einen (auch, wenn das auf diese Weise kaum rechenbar ist). Und so reicht es trotz dem Irrsinn, dass das Reisen sich wieder selbst als Moment gezeigt hat. Und das ist dann schon Anlass genug, f&#252;r eine kurze und ebenso vielseitige Notiz der Dankbarkeit, in der Verlegenheit um ein anst&#228;ndiges Papier auf den Rest einer Sitzplatzreservierung der Bahn gekritzelt.<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\t<p>Die Gewinde bilden schr&#228;ge Lebendigkeiten zwischen der inzwischen nur noch kleckernd eintreffenden Erkenntnis des beschriebenen Ungleichgewichts. Darin fliegen die Fetzen des Unwissens links und rechts, hin- und her und erkl&#228;ren sich selbst ex post facto f&#252;r unzurechnungsf&#228;hig. Bisweilen bleibt von alldem noch eine Spur, die einfach nicht mehr kleiner werden wollte; quasi-unteilbar. 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