{"id":2079,"date":"2014-02-04T09:58:10","date_gmt":"2014-02-04T08:58:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/?p=2079"},"modified":"2014-02-04T09:58:10","modified_gmt":"2014-02-04T08:58:10","slug":"almosen-gar-nicht-so-schnoede-dieser-mammon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/archive\/2079","title":{"rendered":"Almosen. Gar nicht so schn\u00f6de, dieser Mammon?"},"content":{"rendered":"\t<p>In der Zwischenzeit. K&#246;nnte auch so stehen. Weil jemand Ellipsen mag. Ich zum Beispiel. In der Zwischenzeit &#228;ndern sich einfach mal wieder wesentliche halbinterne Parameter. Kann also rum jammern, oder es lassen. Semesterende f&#252;r den Prof im Praktikum. Nein, das ist keine Teilpers&#246;nlichkeit, der ich eine Rolle zugewiesen habe. Es ist die Maske der Person, Pherson, das Ding zwischen dem, was ich als zu mir geh&#246;rend zu empfinden gelernt habe und dem, von was ich immer noch glauben muss, dass es irgendwo drau&#223;en ist. Die Bez&#252;ge sind immer noch nicht graduell. Auch weil vor allem mein Beruf mich dahin f&#252;hrt, immer wieder halbdurchl&#228;ssige H&#252;rden zu entdecken. Mann, Fisch und Schnaps in enger Verkleidung. Wer folgen m&#246;chte, folgt. Bitte nicht sagen, man sei nicht gewarnt worden. Die Warnung ist nicht meine Aufgabe; nicht mein Club. Entscheidungsfreiheit, einmal h&#246;chstes Gut (wer hier nicht merkt, dass er\/sie de facto so gut wie aufgekl&#228;rt ist, also b&#246;se), einmal darum eben Einfallstor des B&#246;sen.<\/p>\n\n\t<p>Aber im Ernst?! Wer glaubt das denn?<\/p>\n\n\t<p>Wer glaubt denn, dass der Moment des Erkennens wahrlich der tiefe, lange S&#252;ndenfall ist?! Rechtfertigung hat ja der Mammon, und das ist schon so gebetsm&#252;hlennaiv, dass man es echt nicht mehr gesagt bekommen m&#246;chte. Wir sind doch viel, viel mehr Ph&#246;nizier, und gerade deren Kultur halten wir gleichzeitig entweder f&#252;r ausgestorben. Oder wir haben wahlweise &#252;berhaupt keine Meinung dazu. Schaut einfach mal so drauf, wen wir ernsthaft f&#252;r erfolgreich halten, wen wir als erfolgreich feiern und von was wir uns vorsichtig abgrenzen. Sagen wir mal mit einem dreifach lustigen: &#8220;So schlecht geht es uns doch gar nicht.&#8221; Und dann sind wir obendrauf noch Demokraten. D.h., wir haben&#8217;s so gewollt. Nur ist es lustig, dass bel&#228;chelt wird, wer das in Frage stellt. Au&#223;er entsprechende W&#252;rdentr&#228;ger, zu deren Rolle es geh&#246;rt, sich (bitte, bitte erfolglos) gegen die Bewegung der Welt zu str&#228;uben. Werd&#8217; einer also Funktion&#228;r, oder klinke sich wohlbel&#228;chelt aus, werde weich und sanft&#8212;was anderes sei unethisch&#8212;und gefalle dem Hecheln nach dem Almosen, &#252;berhaupt gut sein zu d&#252;rfen. Denn das ist ein Privileg, man soll sich da nichts vormachen.<\/p>\n\n\t<p>Ich kenne viele unglaublich gescheite Kolleginnen und Kollegen. Und alle davon leben von den Almosen aus dem Sonstwo, die sie, mit dicken, langen Bettelbriefen an seltsame Verlage (das kleinere &#220;bel) und an noch viel seltsamere Organisation (das gr&#246;&#223;ere &#220;bel) irgendwie &#252;ber ein halbes Jahr retten sollen. Bitte, mein lieber und tief verehrter Herr Albert Einstein, erinnern Sie sich daran, wie planbar Ihre Innovationen waren, wie sie in Kennzahlen zu fassen, Ihren Freunden, den B&#252;rokraten, als Planbarkeits- als Machbarkeits- oder gar als Steuerungsindikatoren zu pr&#228;sentieren gewesen waren. Unterw&#252;rfig, versteht sich. Damit die Regularie den gescheiten Gedanken endlich in der Planbarkeit aufnimmt. Wie man Sie dazu gezwungen hat, lauter Unsinn von sich zu geben, weil und, nein, besser: damit Sie einstweilen die Zeit f&#252;r Ihre Ideen bitte nicht mehr so chaotisch aufzubringen im Stande gewesen w&#228;ren. Sie k&#252;ren den Gro&#223;teil der Titelseiten, wann immer man &#252;ber Intelligenz spricht, waren offenbar nicht gut in der Schule (prognostische Validit&#228;t und so), und vielleicht, lieber Herr Einstein, vielleicht w&#228;ren Sie heute ein Verlierer. Und vor diesem Hintergrund muss ich mich entweder (aus zwei diametral verschiedenen Gr&#252;nden) daf&#252;r sch&#228;men, dass ich es &#252;berhaupt noch versuche, mich damit auseinanderzusetzen. N&#228;mlich weil ich damit eine Selbsteinsch&#228;tzung vornehme, die herauszunehmen ich mir bitte nie zur Pers&#246;nlichkeit gedeihen lassen m&#246;chte&#8212;und dies nat&#252;rlich eigentlich auch niemals so in Angriff nehmen will. Andererseits aber schon, weil das an sich und sich hingebende Vorgehen dem B&#252;rokraten verst&#228;ndlicherweise ein wahrer Gr&#228;uel sein muss. Qui bono (au&#223;er U2 jetzt halt, konnte nicht widerstehen)?<\/p>\n\n\t<p>Mir fiel ein Buch wieder in die Hand von irgend einem Arzt, in den 50ern tats&#228;chlich publiziert. &#8220;&#220;ber die Dummheit&#8221;. Absurder Quatsch, w&#252;rde ich sagen. Aber andererseits wird&#8217;s immer weniger absurd, weil diese Art zu argumentieren l&#228;ngst wieder solonf&#228;hig wurde. Ganz bitter und bitte ohne Lemon. Und nun?<\/p>\n\n\t<p>Jetzt muss ich, in Ermangelung einer echten Alternative, versuchen so gut zu sein, den ganzen echten Laden im Hinterhof wieder aufzubauen. Damit es noch S&#252;ndenf&#228;lle geben kann, und man sich vorz&#252;glich und mit wieder gekehrter Entz&#252;ckung an der geplanten Dummheit vergehen kann. Ja, dann, wenn erst, sollte doch, h&#228;tte nicht, wollte aber. Luftschluss Luftschloss, Endstation Station, meine Lieben, zum Schluss einmal mehr. Aber auch eben nicht weniger. Ist jemand dabei?<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\t<p>In der Zwischenzeit. K&#246;nnte auch so stehen. Weil jemand Ellipsen mag. Ich zum Beispiel. In der Zwischenzeit &#228;ndern sich einfach mal wieder wesentliche halbinterne Parameter. Kann also rum jammern, oder es lassen. Semesterende f&#252;r den Prof im Praktikum. Nein, das ist keine Teilpers&#246;nlichkeit, der ich eine Rolle zugewiesen habe. 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