{"id":2352,"date":"2020-12-26T10:56:13","date_gmt":"2020-12-26T09:56:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/?p=2352"},"modified":"2020-12-26T10:56:21","modified_gmt":"2020-12-26T09:56:21","slug":"altes-netzwerk-reaktivieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/archive\/2352","title":{"rendered":"Altes Netzwerk reaktivieren"},"content":{"rendered":"\t<p>Es wird nun wirklich Zeit, ein altes Netzwerk wieder zu aktivieren. Br&#252;cken zwischen Kunst und Wissenschaft sind in den letzten Jahren eher rarer geworden. Es findet einfach nicht mehr statt. Dabei gibt es neue M&#246;glichkeiten.<\/p>\n\n\t<p><strong>Gebrauchsgut Lehre<\/strong><\/p>\n\n\t<p>Von der Lehre will ich gar nicht anfangen. Die ist so sehr zum Gebrauchs- und Konsumgut geworden, im Digitalsemester betreibe ich eher einen Online-Store und First-Level-Support. Helpdesk, vielleicht. Da ist vom Akademischen nicht mehr so viel &#252;brig. Vieles davon hat mit zu viel Verst&#228;ndnis, seltsam verstandenen Servicestrukturen, Zertifikatserf&#252;llung und einer schreienden Vermeidung des Inhalts zu tun.<\/p>\n\n\t<p><strong>Unsoziale Netzwerke<\/strong><\/p>\n\n\t<p>Obendrein habe ich mich zu lange auf sogenannte soziale Netzwerke verlassen. Die waren vielleicht mal sozial. Inzwischen sind sie das kaum noch. Nur noch ein Strom von Wiederaufgew&#228;rmtem, Pseudo-Erinnerungen, Reposts von Emp&#246;rungen und Emp&#246;rtheit, Werbung nat&#252;rlich. Jedesmal das neue, ultimative Dingsda, ohne das man auch schon bis gestern nicht &#252;berleben konnte, geschweige denn Profi sein.<\/p>\n\n\t<p><strong>Rausschreien bleibt<\/strong><\/p>\n\n\t<p>Rausschreien bleibt, Diskurs erscheint anachonistisch. Und das ist doch sehr schade. Wir haben fr&#252;her mehr organisiert. Vielleicht waren wir darin manchmal unsere eigene Reality-Soap (jaja, ich wei&#223;, Seife ist geil, hab&#8217;s nicht vergessen). Na und? Die war wenigstens spannend. Und sie musste nicht mit Hipsterbart gepaart zwangsweise distopisch sein. Ich vermisse das Utopische. Distopien sind so leicht. Man muss nur die Fantasie geh&#246;rig qu&#228;len, und schon ist alles dark and gritty. Das will ich auch nicht hergeben, zumal das Analytische darin eine gewisse Freude mit sich bringt. Aber daf&#252;r die Utopie gleich ganz zu opfern oder wahlweise im ewig Gestrigen zu versauern? Nein danke!<\/p>\n\n\t<p><strong>Rotierende Label<\/strong><\/p>\n\n\t<p>Daneben diskutiert sich meandrig die Bedingung des immer wieder neu bezeichneten Alten, blo&#223; nichts wirklich ver&#228;ndern, aber lieber mal einen neuen Begriff auf&#8217;s Selbe kleben. &#196;ndert nichts. Vielleicht bin ich auch einfach nur der st&#228;ndigen Relabeling-Prozesse m&#252;de. Da ist f&#252;r mich gar nichts &#8220;doppelplus gut&#8221; dran.<\/p>\n\n\t<p><strong>Worin wir mal gut waren<\/strong><\/p>\n\n\t<p>Wir haben so viele R&#228;ume aufgebaut, Schreiben, Werken, Konzipieren,&#160; Verwerfen, ForumWorum, KreatTag, Werk- und Produktionsst&#228;tten, Menschen mit Tatendrang ausgestattet, inkl. uns selbst. Nun haben wir ja eher mehr Ressourcen, mehr direkte Affektoren. In t&#252;melnder Weltverkl&#228;rung hinterherzutrauern grenzt an Dummheit, ist Dummheit. Nichts gegen Dummheit. Obwohl, doch.<\/p>\n\n\t<p><strong>Neu machen<\/strong><\/p>\n\n\t<p>Also muss ein altes Netzwerk neu angefacht werden. Ein schelmisches Grinsen bleibt mir, hab&#8217;s mir ja halb gestohlen. Denn das alte Netzwerk gibt&#8217;s doch immer noch. Alles noch da.<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\t<p>Es wird nun wirklich Zeit, ein altes Netzwerk wieder zu aktivieren. Br&#252;cken zwischen Kunst und Wissenschaft sind in den letzten Jahren eher rarer geworden. 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