{"id":293,"date":"2007-04-16T14:43:58","date_gmt":"2007-04-16T13:43:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/?p=293"},"modified":"2007-04-16T14:48:13","modified_gmt":"2007-04-16T13:48:13","slug":"cso-yo-yo-ma-und-silk-road","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/archive\/293","title":{"rendered":"CSO, Yo-Yo Ma und Silk Road"},"content":{"rendered":"\t<p>Herausragend rasant und von neuerem Geist als je erhofft war das Konzert mit <img src=\"\/pic\/link.gif\" alt=\"Link\" height=\"11\"> <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.yo-yoma.com\/\">Yo-Yo Ma<\/a>, dem <img src=\"\/pic\/link.gif\" alt=\"Link\" height=\"11\"> <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.silkroadproject.org\/events\/news\/chicago\/index.html\">Silk Road Ensemble<\/a> und dem <img src=\"\/pic\/link.gif\" alt=\"Link\" height=\"11\"> <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.cso.org\/\">Chicago Symphony Orchestra<\/a>. F&#252;r unsere Freiburger Verh&#228;ltnisse (erw&#228;hnen wir einfach &#8220;des Kaisers neues Konzerthaus&#8221;) in auffallend guter Akustik. Dar&#252;ber hinaus entfaltete sich am 13.4.2007 ein aus vielen musikalischen Hintergr&#252;nden inspiriertes zeitgen&#246;ssisches Programm, das in seiner Tiefe und Vielfalt seinesgleichen sucht. Ich hatte beim Kauf der Karten etwas eher folkloristischeres erwartet, etwas leichtere Unterhaltung und war mehr als &#252;berrascht (positiv), als sich in zirka zweieinhalb Stunden eine vor neuen Ideen nur so explodierende Kompilation zeigte. <!--more-->Yo-Yo Ma moderierte, w&#228;hrend sich hinter ihm ein sich immer neu findender orchestraler Korpus zum Konzert, zum Kammerensemble und zum Concerto Grosso einfand. Beeindruckend, wie nah alle auftretenden Solok&#252;nstler (darunter Wu Man, Colin Jacobsen, Jonathan Gandelsman, Nicholas Cords und Cristina Pato) dem Orchester, wie wenig &#8220;divenhaft&#8221; die Auftritte erschienen. Die neu und f&#252;r gro&#223;es Orchester umgesetzte Suite <em>Ambush from Ten Sides<\/em> lie&#223; den Atem stocken, w&#228;hrend Ernest Blochs <em>Schelomo<\/em> eine tiefe Frage zeichnete. Etwas sanfter, doch mit gleicher Lebendigkeit war Lou Harrisons <em>Pipa Konzert<\/em> eine nachdenkliche Mitte. Sanft f&#252;hrte uns Byambasuren Sharavs <em>Legend of Herlen<\/em> in den Abend ein, das mit seiner Kammer-Besetzung (Gesang, Morin Khuur, Piano, drei Posaunen und Perkussion) den Raum &#246;ffnete und uns gleich die akustischen Besonderheiten des Chicago Symphony Centers vor Ohren f&#252;hrte: Kleine Schellen in Pianissimo waren bis in die hinteren Reihen gut zu h&#246;ren. Osvaldo Golijovs <em>Rose of the Winds<\/em> schloss den Abend derart virtuos und lebendig ab (Cristina Pato geht unglaublich ab!), dass man darauf hinausgetragen wurde in irgend eine Ferne voller Fragezeichen. Ebenso positiv &#252;berraschend war die Vielfalt im Publikum, das aus Vertretern aller Altersgruppen bestand. Und das bei einem nicht eben einfachen musikalischen Material. In hohem Grade akustisch besoffen, blieben mir danach so manche Momente, bis ich meine Orientierung wieder hatte. Ein mehr als gelungener <em>Aus<\/em>klang in Chicago, der immer noch <em>nach<\/em>klingt. Ich will es mal ganz unverhalten&#8212;und vielleicht in einem hier etwas un&#252;blichen Ton&#8212;so sagen: Danke Chicago!<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\t<p>Herausragend rasant und von neuerem Geist als je erhofft war das Konzert mit Yo-Yo Ma, dem Silk Road Ensemble und dem Chicago Symphony Orchestra. F&#252;r unsere Freiburger Verh&#228;ltnisse in auffallend guter Akustik. Dar&#252;ber hinaus entfaltete sich am 13.4.2007 ein aus vielen musikalischen Hintergr&#252;nden inspiriertes zeitgen&#246;ssisches Programm, das in seiner Tiefe und Vielfalt seinesgleichen sucht. 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