{"id":38,"date":"2006-02-28T16:13:15","date_gmt":"2006-02-28T14:13:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/?p=38"},"modified":"2006-02-28T16:16:30","modified_gmt":"2006-02-28T14:16:30","slug":"verkannte-kompositionalitat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/archive\/38","title":{"rendered":"Verkannte Kompositionalit\u00e4t"},"content":{"rendered":"\t<p>Dass der Energieerhaltungssatz nur Unsinn sein kann, weil es kein abgeschlossenes Bezugssystem geben kann (schon gar keins, das wir jemals beobachten k&#246;nnten) und dass der leiseste Verdacht auf Chaos irgendwo drau&#223;en und irgendwo drinnen (vor allem aber drau&#223;en) dann sowieso alles zunichte macht mag, manchem am Rande der Newton&#8217;schen Alltagsphysik schonmal aufgefallen sein. Aber das nur am Rande. Viel interessanter ist, dass sich aus unbekannt vielen Elementaren unbekannt viele (aber wesentlich mehr) komplexere Gebilde herstellen lassen, aber das ist zumindest ja besser bekannt. Kompositionalit&#228;t bedeutet, dass beliebig solche Dinge zusammengef&#252;gt werden k&#246;nnen.<!--more--> Vielleicht sogar unendlich viele, wenn nicht die Elementare ausgehen. Wenn nur immer eins nachkommt, reicht das schon wieder aus, f&#252;r die Unendlichkeit. Man braucht aber ein paar, damit die ganze Sache auch tats&#228;chlich interessant wird. Manche glauben, es seien so ca. 10.000 Elementare. Verschiedene versteht sich. Interpretation braucht dann Kontext. Und das ist <em>unser<\/em> Kontext. Mancher gilt mehr als anderer. Aber das macht f&#252;r den grundlegenden Prozess nichts aus. Unter Umst&#228;nden lassen sich trivialer Weise immer neue Kontexte finden&#8212;es w&#228;re zu untersuchen, inwieweit neue Kontexte auch kompositional erzeugt werden. Dann w&#228;re Interpretation die Rotation zweier Kontextfreien, wodurch der Kontext allein durch die &#252;bereinstimmende Gradiente entsteht. Das w&#228;re eine &#228;sthetische Einschr&#228;nkung immerhin. Ganz ohne eine Vorschrift des &#196;sthetischen. Generiert werden kann dann beliebig viel. Der Vorgang der Generierung ist vom Kontext befreit. Es ist meine Vermutung, dass das nie anders war; Kontext bleibt also eine Legitimation. Ohne Kontext sinkt nat&#252;rlich die Komplexit&#228;t enorm. Was wieder daf&#252;r spricht, dass wir Menschen das hinbekommen&#8212;und dass wir vielleicht dazu in der Lage sein k&#246;nnten, eine kontextfreie Generierungsinstanz zu implementieren, die ein menschliches Individuum an Expressinalit&#228;t &#252;berdauern k&#246;nnte (allein wegen des Berechnungsaufwands). Warum w&#228;ren das nun wieder sch&#246;ne Nachrichten? Na, weil wir uns dann endlich Zeit lassen k&#246;nnten. Und weil auch alles generiert w&#252;rde. Auch f&#252;r ein Potenzial f&#252;r das Heranwachsen von Kultur w&#228;re unter Umst&#228;nden so gesorgt&#8212;nur, falls wir den Kulturbegriff nicht besser &#252;berdenken sollten. Nein, es wird an dieser Stelle keinen weiteren gesellschaftlich relevanten Transfer geben; der w&#228;re ohnehin langweilig. Sollen das die Paladine auf ihren wei&#223;en Schimmeln &#252;bernehmen und die Welt retten, wenn es der Zufall mal wieder so will. Jedenfalls w&#252;rde uns der Zeitvorteil unter anderem von diesem unsinnigen Geniegedanken befreien (vgl. die Anmerkungen eingangs &#252;ber den Energieerhaltungssatz).<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\t<p>Dass der Energieerhaltungssatz nur Bl&#246;dsinn sein kann, weil es kein abgeschlossenes Bezugssystem geben kann (schon gar keins, das wir jemals beobachten k&#246;nnten) und dass der leiseste Verdacht auf Chaos irgendwo drau&#223;en und irgendwo drinnen (vor allem aber drau&#223;en) dann sowieso alles zunichte macht mag manchem am Rande der Newton&#8217;schen Alltagsphysik schonmal aufgefallen sein. Aber das nur am Rande. Viel interessanter ist, dass sich aus unbekannt vielen Elementaren unbekannt viele (aber wesentlich mehr) komplexere Gebilde herstellen lassen, aber das ist zumindest ja besser bekannt. 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