{"id":615,"date":"2008-11-08T13:28:51","date_gmt":"2008-11-08T12:28:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/?p=615"},"modified":"2008-11-08T13:28:51","modified_gmt":"2008-11-08T12:28:51","slug":"neue-schatten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/archive\/615","title":{"rendered":"Neue Schatten"},"content":{"rendered":"\t<p>Kurz vor einer Zeit, in neuen Schatten zu tanzen, die noch entdeckt werden wollen. Ich habe die Schatten schon l&#228;nger im Verdacht, ein paar der spannendsten Geheimnisse aufzudecken. Dieser Intuition habe ich ja diese Seite gewidmet. Allenthalben gibt es einen gro&#223;en Unterschied zwischen den Konstrukten der Phantasie und den objektweltber&#252;hrten und entsprechend selteneren Momenten der Gegenwart. Die Augen folgem dem Bild, reizvoller Zwischenstand in einem Prozess zwischen einer allm&#228;hlichen Sch&#252;chternheit und einer sehr m&#228;chtigen Pr&#228;senz. Das ist etwas, wovon man nicht zu tr&#228;umen wagt. Doch wie vieles, passiert es einfach. Und wenn ich die neuen Schatten umdrehe, sie mir vor Augen f&#252;hre&#8212;denn Schatten kann man nicht be<em>greifen<\/em>&#8212;dann ist K&#228;lte W&#228;rme und etwas darin verschmilzt zu einer seltsamen Einheit, die nicht das <em>bedrohliche<\/em> Chaos ist, das andernorts heraufbeschworen wird. Sondern einfach Chaos. Es ist ein Auge eines Sturms oder aller St&#252;rme. Dabei verschmelzen Unbeweg<em>lich<\/em>keit mit &#228;u&#223;erster Beweg<em>bar<\/em>keit. Das wirkt auf den Verstand mit gro&#223;er Wucht. Warum? Weil es eben gerade auf untheoretische Weise Unvereinbarkeiten aufl&#246;st und uns zeigt, wie wenig abgeschlossen, wie wenig diskret die Objektwelt wirklich ist. Das Erleb(n)en einer in sich&#8212;im Verh&#228;ltnis zu unserer Natur&#8212;widerspr&#252;chlichen Realisierung ist eine Herausforderung, die der Verstand selbst nicht aufl&#246;sen kann. Da sich der Verstand aber ebenfalls nicht aufl&#246;sen kann oder wird, versucht er&#8212;bei hohem Stress und gleichzeitig hoher k&#246;rpereigens angek&#252;ndigter Belohnung&#8212;etwas zusammen zu f&#252;hren, was so konstruiert wurde, dass es nicht zusammenf&#252;hrbar ist. Es ist also ein Prozess, den man im reizvoll-angenehmen Fall fortf&#252;hren will. Diesen Prozess aufrecht zu erhalten ist eine hohe Kunst, die sicher nur von sehr wenigen wirklich beherrscht wird. Also bricht er nach &#252;berschaubarer Zeit und l&#246;st sich&#8212;gl&#252;cklicherweise in der Regel in Wohlgefallen&#8212;auf. Den Wahnsinnigen kann ich zumindest verstehen, da ihm (oder ihr) der <strike>An<\/strike>trieb gegeben, aber die darin enthaltenen Wunder des Erlebens nicht geg&#246;nnt sind. Das wird einen wohl zerst&#246;ren, nehme ich mal an. Ein Grundanker (Grund-Anker) der Realisierungen bleibt bestehen, wenn die Quellen der Schatten <em>authentisch<\/em> sind. Das ist eine wesentliche Voraussetzung. Vermutlich kann ein vorr&#252;bergehendes Spiel die Zust&#228;nde nur erhoffen lassen und nicht heraufbeschw&#246;ren. Wahrscheinlich wird sich der eine oder die andere daher in die Extreme begeben um irgend eine Intensit&#228;t hin zu bekommen. Das stelle ich mir gleichzeitig einsam vor; und wenig anziehend. Dabei ist nicht das an sich Extreme abschreckend, sondern lediglich der Grund warum es aufgesucht wird. Wie so oft, wegen einer Nicht-Erf&#252;llung. Insbesondere, weil wir in Zeilen und Text, in Bildern und Film unseren Verstand so wundervoll betr&#252;gen k&#246;nnen.<\/p>\n\n\t<p>Die Verschmelzung der Wiederspr&#252;che will sich anf&#252;hlen, wie ein aufgel&#246;stes Paradox ohne Zuhilfenahme es Dogmas (wobei <em>Dogma <\/em>eigentlich nur eine Umschreibung f&#252;r <em>dummes Axiom<\/em> sei). Wenn man all das jedoch zusammenf&#252;hrt, dann erg&#228;be sich daraus ein Theorem mit besonderer Aussage: Was, wenn die Quellen der Schatten nie au&#223;erhalb unseres komischen seltsam zug&#228;nglichen Verstandes getrennt waren? Die Idee davon bleibt, und die Annahme ihrer Theoreme gef&#228;llt mir immer mehr.<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\t<p>Kurz vor einer Zeit, in neuen Schatten zu tanzen, die noch entdeckt werden wollen. Ich habe die Schatten schon l&#228;nger im Verdacht, ein paar der spannendsten Geheimnisse aufzudecken. Dieser Intuition habe ich ja diese Seite gewidmet. 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