{"id":915,"date":"2009-05-20T11:47:20","date_gmt":"2009-05-20T10:47:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/?p=915"},"modified":"2010-05-20T10:53:51","modified_gmt":"2010-05-20T08:53:51","slug":"emergenz-aus-einer-revolution-der-stille","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schattenreigen.de\/schattenlog\/archive\/915","title":{"rendered":"Emergenz aus einer Revolution der Stille"},"content":{"rendered":"\t<p>Da war noch was. Achso, gewesen. Und daher: lang her. Je nach Blickwinkel auf die Zeit, die ja in sich nur existiert um uns entweder zu &#228;rgern und zu &#228;rgern. Das macht nat&#252;rlich nichts. Jedenfalls, solange es anderes gibt, was noch mehr &#228;rgert. Das an sich w&#228;re noch nicht weiter verwunderlich. Wenn aber eine signifikant gro&#223;e Anzahl an Menschen durch das Gleiche ge&#228;rgert wird, dann muss man sich Sorgen machen. Also, damit man das hier jetzt nicht missversteht: Alle au&#223;er den Ge&#228;rgerten m&#252;ssen sich Sorgen machen&#8212;denn es wird sich etwas &#228;ndern. Und das ist f&#252;r erstaunlich viele Menschen ohnehin Grund genug ins Gr&#252;beln zu geraten. Nat&#252;rlich z&#228;hle ich mich nicht zu diesen Menschen. Denn Ver&#228;nderung ist ja gut. Also, so lange sie so ist, dass ich das Neue von Anfang an besser finde als das Alte. Das ist so &#228;hnlich wie mit der &#8220;Teamf&#228;higkeit&#8221;. Ich bem&#252;he mich, meinen Studenten gegen&#252;ber zu argumentieren, dass &#8220;Teamf&#228;higkeit&#8221; nicht bedeutet, dass man mit seinen drei besten Freunden gelegentlich mal gute Arbeit machen kann, es bedeutet vielmehr mit jenen gut arbeiten zu k&#246;nnen, mit denen man nicht abends gerne auch mal ein Bier oder ein anderes Getr&#228;nk zu sich nehmen w&#252;rde. Ebenso ist&#8217;s mit der Ver&#228;nderung. &#8220;Ich bin ja immer f&#252;r Ver&#228;nderung, auch.&#8221;&#160; Allenthalben vonwegen &#8220;es ver&#228;ndert sich ja nie etwas.&#8221; Ja, meine Liebe, mein Lieber, und in den meisten F&#228;llen findet Ihr das ja ganz gut so. Spontaneit&#228;t, ja, aber nur wenn sie gut vorbereitet ist. Was also ist gegen Sicherheit\/Stabilit&#228;t zu sagen? Im Grunde gar nichts. Es sei denn, man qu&#228;le sich am Zustand&#8212;mit oder ohne Ermangelung konstruktiver Alternativen. Wenn mir jetzt Brei geboten wird, dann kann ich zwischen verschiedenen Geschmacksrichtungen von Brei w&#228;hlen. So richtig demokratisch kommt mir das dann irgendwie auch wieder nicht vor. Wer keinen Brei mag, der ist bei dieser Auswahl verraten. Daher vielleicht auch der Begriff &#8220;Einheitsbrei&#8221;. Sollte man erweitern: &#8220;Einheitsbrei&#8212;jetzt neu in vier aufregenden Geschmacksrichtungen.&#8221; Das Leben ist ein Keks. Auch dann nat&#252;rlich, wenn es uns auf den ebensolchen geht. Nein, besser: gerade dann. Dann f&#252;hrt die Wahl der Qual zur Auswahl der Gesinnung: Ich kann ja nicht immer alles, also muss ich manchmal manches und deswegen haben sich bittesch&#246;n alle un-informierten (nicht uniformierten oder uni-formieren, bitte!) an den <em>Duktus Tremensis<\/em> zu halten, da ihnen ja so oder so keine Wahl bliebe (Lateiner, bitte ein Aukke tsutr&#252;cken, ohk&#228;i?). Egoistischer k&#246;nnt&#8217;s kaum sein. Und auch das ist keine Neuigkeit. Achso, ja, die Quintessenz des Pudels Warpkern oder so. Nicht das ich das schon wieder vergesse. Will meinen die Emergenz aus der Revolution der Stille wird st&#228;rker, dr&#228;ngt nach au&#223;en und Erzeugt, wie sch&#246;n, eine Verschiebung der Enthropie in dieser und in manchen anderen Dingen. Wollen wir mal hoffen, dass bei der Gelegenheit einmal mehr einst g&#246;ttergleiches zur Belanglosigkeit&#8212;und nun h&#246;rt&#8212;<em>erhoben<\/em> wird. Das alles und noch viel mehr w&#252;rd&#8217; ich ja machen, wenn ich K&#246;nig meiner Gedanken w&#228;r. Die Gedanken sind frei! Wer kann sie entz&#252;nden? Neugier und eine geh&#228;ufte Menge Wahnsinn treiben mich nach wie vor an. Es lebe das Wundern!<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\t<p>Da war noch was. Achso, gewesen. Und daher: lang her. Je nach Blickwinkel auf die Zeit, die ja in sich nur existiert um uns entweder zu &#228;rgern und zu &#228;rgern. Das macht nat&#252;rlich nichts. Jedenfalls, solange es anderes gibt, was noch mehr &#228;rgert. Das an sich w&#228;re noch nicht weiter verwunderlich. 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