Vermutlich ist der abstimmenden Leserschaft der wöchentlichen Umfrage für den Freiburger “Stadtkurier” (www.stadtkurier.de) nicht gerade eine Repräsentativität abzunehmen. Wöchentlich flattert das redaktionell stets bemühte Lokalblatt in gestopfte Briefkästen. Jedenfalls finden laut der Umfrage des Blatts 87,1% die Devise “Sporthallen statt Kunsthallen” ganz prima (entsprechend 12,9% finden das nicht). Allein die Frage auf diese Art zu stellen, lässt so manche freundliche Assoziation zu. Offenbar sind Leser des Stadtkuriers von besonderem Schlag. Aber das ist nur eine kleine Hoffnung. Und die kann die pessimistische Lesart nur kurz zurückhalten. Frei aus der Reihe: Peinlichkeiten offen zu Schau stellen. Jedenfalls wäre das ein ganz guter Grund, Wohnen in der Stadt gänzlich zu unterlassen. Hoffen wir in der Zwischenzeit aufmerksamer Begutachtung des Themas, dass nicht so viel dran ist an den Umfragen des “Stadtkuriers”.
Ein Takt schlug den nächsten, der wieder einen schlug
Damit es endlich wieder Frieden gab
Es gab keine Entschuldigung, keine langen Überlegungen
Weil Augen wieder Opfer suchen
Ebenso hätte ich wegbleiben können
Kriechmüde Träume
Und wieder vertane Momente an der Stelle, die für die echten da waren
Der Vorlauf zur Vergänglichkeit stand in diesem einen Gesicht verzeichnet
Natürlich hatte das Fest selbst schon begonnen
Ich fühlte meine eigenen Gedanken in den Nacken gleiten
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T-MITOCAR in deutscher Sprache ist fertig. Vergangenes Jahr hatte ich die englische Version fertiggestellt und angefangen, sie auf Konferenzen und Workshops vorzustellen. Die Software ging aus meinem Dissertationsprojekt hervor und ist eine weiterentwickelte und veränderte Variante von MITOCAR. Sie generiert vollautomatisch Begriffs-Assoziationsnetze aus Texten und kann diese Netze mit diversen Indizes von der Oberfläche über die Struktur bis hin zu einfachen semantischen Maßen vergleichen. Was das insbesondere für qualitative Forschung bedeuten kann, ist noch nicht abzusehen. Hier sollen demnächst anlaufende Validierungsstudien Aufklärung schaffen. Da viele der Analysen (insbesondere zwischen Text und Graph) sehr sprachspezifisch sind, ist eine sprachabhängige Anpassung verhältnismäßig aufwendig. Versprochen hatte ich die vorliegende Version schon bis Mitte Januar. Da bin ich aber noch über diverse Zeichensatzprobleme gestolpert. Jetzt läuft’s und erste Anwendungen bringen hoffentlich noch die ärgsten Bugs ans Tageslicht.
Die Software hat sich bislang in der Bedarfsermittlung, im Wissensmanagement, im “Self-Assessment” und im Expertise-Vergleich vielfach bewährt. [...]